8 Tipps für das Tagebuchschreiben

Um dir das Tagebuchschreiben etwas zu erleichtern erhälst du in diesem Artikel einige inspirierende Tipps:



Gehen wir nun etwas näher auf die verschiedenen Tipps ein. Wenn du sie befolgst, kannst du deine neue selbsttherapeutische Routine mehr genießen.

Tipp 1: Wähle zwischen klassisch oder dem Journaling

Bevor du beginnst, solltest du für dich klären, mit welchem Medium du arbeiten möchtest. Der Hauptunterschied zwischen einem klassischen Tagebuch und einem Journal ist, dass du in einem herkömmlichen Tagebuch für jeden Tag praktisch ein leeres Blatt vor dir hast, während du in einem Journal auf jeder Seite auf Fragestellungen, Inspirationen oder auf sonstige Strukturen stößt.

Zusätzlich geht es beim Journaling meist um ein ganz bestimmtes Unterthema der Persönlichkeitsentwicklung, wie zum Beispiel um Lebensfreude, Glücksgefühle, persönliche Lebenswege, Erfolg, Zielerreichung, Dankbarkeit, Achtsamkeit etc.

Welche Form des Schreibens für dich zweckmäßig ist, hängt von deiner Persönlichkeit und deiner aktuellen Lebenssituation ab.

Beide, das klassische Tagebuch und das Journal, haben Vor- und Nachteile.

Möchtest du dich nicht ablenken lassen und die absolute Freiheit des Schreibens genießen oder sogar deine Seiten individuell selbst gestalten, ist sicher das klassische Tagebuch zweckmäßiger für dich, wohingegen du bei einem Journal auf Inspiration und Motivation stoßen wirst. Zusätzlich leistet es Hilfestellung und bringt mehr Struktur in dein tägliches Schreiben.

8 Tipps Tagebuchschreiben, Bild03

Ein schön gestaltetes und strukturiertes Journal bietet dir also etwas mehr Spannung und Abwechslung. Zudem kann es dich durch überraschende und interessante Fragestellungen aus einer Art „inneren Betriebsblindheit“ herausholen, was deiner Selbstreflexion und Selbsterkenntnis sicher zuträglich sein wird.

Willst du hingegen eher in Richtung Memoiren gehen, dann solltest du wiederum mehr auf das klassische Tagebuch setzen.

Alles in allem kannst du aber auch regelmäßig das Medium wechseln, indem du für einen bestimmten Zeitraum Journaling betreibst und für die nächste Zeitspanne wieder zum klassischen Tagebuchschreiben zurückkehrst.

Tipp 2: Forme Bilder aus Worten

Wenn du versuchst, dein Innerstes auszudrücken, scheinen Worte manchmal zu simpel und unzulänglich. Was hierbei helfen kann: Metaphern und sprachliche Bilder. Das sind nicht nur rhetorische Mittel, denen du in der Schule begegnet bist, sie können dir wirklich dabei helfen, deine Gedanken und Gefühle besser auszudrücken.

Stelle Vergleiche auf und versuche das, was du denkst, auch mit unkonventionellen Mitteln zu beschreiben.

Vielleicht hast du dich heute irgendwie wie ein „Luftballon“ gefühlt oder aber so, als würdest du abwechselnd unter die Erde kriechen und wieder auftauchen wollen. Vielleicht hast du dich auch so gefühlt wie damals, als du im Kindergarten eine Sandburg gebaut hast und jemand sie einfach zerstört hat.

Erinnere dich an verschiedene Lebenssituationen oder versuche, deine Gefühlslage zu abstrahieren. Sei kreativ und lass deiner Phantasie freien Lauf.

Tipp 3: Schaffe Routine beim Tagebuchschreiben

Morgen-, Mittag- oder Abendroutine: Welcher Typ bist du? Um dich zu motivieren, solltest du für dich vorab entscheiden, zu welchem Zeitpunkt des Tages du am liebsten in dein Tagebuch schreiben möchtest.

Bist du morgens sofort fit und bereit, vom gestrigen Tag zu berichten? Ist die Mittagspause für dich geeignet oder hast du abends mehr Energie und Redebedarf?

Der Vorteil einer morgendlichen Tagebuch-Routine ist, dass du sogar von deinen Träumen berichten kannst. Der Nachteil: Du könntest einiges vom gestrigen Tag vergessen haben. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob es dann wirklich so wichtig war, wenn es dich am nächsten Tag nicht mehr beschäftigt.

Je nachdem, wie dein Tagesablauf aussieht, solltest du für dich entscheiden, wann du schreiben möchtest. Vielleicht tut es dir gut, deine Seele vor dem Schlafengehen auszulassen, damit du besser einschlafen kannst.

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Entscheide dich für die Zeit, zu der es am wahrscheinlichsten ist, dass du regelmäßig Tagebuch schreibst, ohne genervt zu sein.

Tipp 4: Personifiziere dein Tagebuch

Die Personifizierung deines Tagebuchs kann dir dabei helfen, dich zu öffnen und deine Gefühle herauszulassen. Wenn du ihm beispielsweise einen Namen gibst oder dir einfach vorstellst, es wäre eine Person, kannst du dich ihm vermutlich besser anvertrauen.

Denke dir vielleicht sogar ein paar persönliche Eigenschaften für dein Buch aus.

Zum Beispiel ein bestimmtes Alter, Charakterzüge oder sogar das Aussehen. So kannst du in dein Tagebuch schreiben, als würdest du mit einem Freund sprechen, bei dem all deine Geheimnisse sicher sind.

Tipp 5: Spare Zeit mit Stichworten

Wenn du Bedenken hast, beim Tagebuchschreiben zu viel Zeit zu verlieren und deshalb des Öfteren Tage auslässt, kannst du auch Stichpunkte machen. Es müssen nicht immer lange, ausformulierte Sätze sein, die deine Gedanken festhalten.

Wähle einfach stichwortartig aus, was an deinem Tag gut und was schlecht war; wer dir etwas Gutes getan hat und wem du etwas Gutes getan hast.

Du kannst je nachdem, wie viel Zeit du hast, auch immer zwischen Stichworten und Fließtext hin- und herschwanken – schließlich ist es dein Tagebuch, du bestimmst Inhalt und Layout.

Tipp 6: Nutze das richtige Schreibwerkzeug

Schreibe dein handschriftliches Tagebuch am besten mit einem Kugelschreiber oder Füller. Blei- und Filzstifte verblassen schneller und es besteht die Gefahr, dass du später nicht mehr lesen kannst, was du einmal geschrieben hast.

In erster Linie ist es aber wichtig, dass du mit einem Stift schreibst, der angenehm in der Hand liegt, damit du bequem und so schnell schreiben kannst, wie du möchtest.

Deine Handschrift sollte hierbei nicht an erster Stelle stehen, da du ohnehin nur für dich selbst schreibst. Wenn du zu sehr darauf achtest, ordentlich zu schreiben, könntest du das Wichtigste aus den Augen verlieren: deine Gedanken und Gefühle zu verbalisieren.

Tipp 7: Lege deinen Perfektionismus ab

Perfektionisten neigen dazu, alles ordentlich und sortiert aufzuschreiben. Doch Gedanken und Gefühle lassen sich nicht so leicht sortieren. Perfektionismus hemmt dich beim Schreiben. Es muss auch erlaubt sein, kleine Fehler zu machen, ohne den Text dann nochmal „sauber“ abzuschreiben.

8 Tipps Tagebuchschreiben, Bild02

Wichtig ist für dich, dir auch spontanes und ungehemmtes Schreiben zu erlauben. Du schreibst dein Tagebuch ohnehin nur für dich und niemand erfährt, wenn du mal nicht perfekt geschrieben hast.

Unterstreiche, streiche durch, ergänze durch Sternchen, denke dir neue Wörter (Neologismen) aus, schreibe alles in Großbuchstaben oder male ein paar „talentfreie“ Bilder an den Rand; probiere dich ganz einfach aus, wenn es dir Spaß macht.

Tipp 8: Entscheide dich für das richtige Tagebuch

Als Tagebuch eignet sich theoretisch alles, worauf du schreiben kannst: einzelne Zettel, Schulhefte, kleine Notizblöcke, Collegeblöcke und so weiter – doch nicht alles ist sinnvoll für dich. Welche Prioritäten setzt du bei einem Tagebuch und wie viel möchtest du ausgeben?

Dein Tagebuch ist ein Gegenstand, den du regelmäßig benutzt.

Überlege dir vorher also gut, was du brauchst. Sicherlich bist du nicht an einem Tagebuch interessiert, das schon nach wenigen Tagen zerfleddert oder abgenutzt wirkt.

Ebenso solltest du diesem harmonischen Moment des Schreibens die Ehre erweisen, auch etwas in Händen zu halten, das dieser besonderen Zeit eine gewissen Bedeutung verleiht. Dies erreichst du, indem du auch nach einem ganz besonderen Tagebuch Ausschau hältst.

Gönne dir deshalb ein hochwertiges Tagebuch, das du zudem wirklich schön findest. Schließlich sollte es dich schon erfreuen, wenn du nur daran denkst, es wieder mit etwas Spannendem zu füllen.

Denn schöne Momente haben auch ein schönes Tagebuch verdient.

Luca Rohleder, Herausgeber der LUCA TAGEBÜCHER und Gründer des NETZWERKs GLÜCKLICHER LEBEN

Quellennachweis: https://www.aok.de/bw-gesundnah/psyche-und-seele



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