5 Fakten, warum Tagebücher unserer Seele guttun

Ich werde regelmäßig nach der Psychologie des Tagebuchschreibens gefragt und warum ich für eine bessere seelische Konstitution das Schreiben von Tagebüchern oder Journalen empfehle.

In diesem Blogbeitrag geht es also um die spannende Frage, warum Tagebücher und Journale unserer Seele guttun.



Schon der amerikanische Psychologe James Pennebaker (siehe u. a.: „Opening Up by Writing It Down, Guilford Publications, USA) fand bereits in den 1980er Jahren in seinen Studien heraus, dass Tagebücher unserer Seele guttun. Sie helfen uns, das Immunsystem zu stärken, Kummer zu verarbeiten und sogar Traumata zu bewältigen. Zudem gingen die Probanden seiner Studien weniger häufig zum Arzt und ihre seelische Resilienz verbesserte sich maßgeblich.

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Vielleicht ist dies auch der Grund, warum so viele berühmte Persönlichkeiten Tagebücher führen. So zählten schon Max Frisch, Johann Wolfgang von Goethe, Carl Gustav Jung, Franz Kafka, Thomas Mann, Leo Tolstoi u. v. m. zu den Tagebuchliebhabern.

Darüber hinaus gibt es weitere 5 trifftige Gründe, warum das Führen eines Tagebuchs vorteilhaft für unsere seelische Verfassung ist:

Tagebücher machen dich positiver

Ein Tagebuch ist praktisch ein seelisches Ventil. Wenn wir schreiben, erwähnen wir alles, was uns emotional berührt. Damit fördern wir unsere gesamte Gefühlswelt. Wir können Glücksmomente festhalten, aber auch unseren Frust niederschreiben. Besonders wenn wir negative Emotionen herauslassen, können wir diese schneller verarbeiten und auflösen.

Ein Tagebuch wird dein täglicher Stimmungsheber sein.

Die meisten Tagebuchschreiber berichten davon, dass sie sich von Jahr zu Jahr nicht nur immer stärker auf das Positive in ihrem Leben konzentrieren können, sondern sich auch ihre Gefühlsbandbreite maßgeblich erweitert hat. Alles in allem tut das tägliche Schreiben unserer Seele gut.

Du entdeckst den „roten Faden“ in deinem Leben

Wir spiegeln uns praktisch in unserem Tagebuch und können uns dadurch – auch noch nach Jahren – besser betrachten. Es entsteht ein Nachschlagewerk über unser Leben. Besonders leidvolle Erfahrungen können meist erst durch die Rückschau objektiv bewertet werden. Erst mit dem nötigen zeitlichen Abstand bemerken wir, dass so manches unangenehme Ereignis für uns geradezu notwendig war, um uns in eine neue Lebensrichtung zu lenken.

Mithilfe eines Tagebuchs kannst du Detektiv in eigener Sache spielen.

Diese Rückschau auf den tröstlichen Aspekt von leidvollen Erfahrungen birgt eine sehr mächtige Heilkraft in sich. Gleichzeitig entdecken wir, dass wir manchmal über Jahre hinweg wiederholt mit den gleichen Lebensthemen konfrontiert werden – bis wir sie schließlich bewältigt oder uns von falschen Vorstellungen gelöst haben.

Kommen wir diesen geheimnisvollen Lebensmustern auf die Spur, haben wir den „roten Faden“ in unserem Leben entdeckt.

Uns wird klar, was für uns wichtig und richtig ist, was in unserem Leben funktioniert und was nicht. Wir lernen Wiederholungsfehler aus unserem Leben zu verbannen und erkennen schneller, welche Türen für uns offen stehen und welche längst geschlossen sind.

Das alles ohne schriftliche Aufzeichnungen bewerkstelligen zu wollen, ist nahezu unmöglich, denn das Geheimnis unseres Lebens lüftet sich erst dann, wenn wir längere Zeiträume betrachten.

Das schaffen wir mit bloßen Erinnerungen leider nicht, denn Lebensereignisse werden oft anders in unserem Gedächtnis abgelegt, als sie tatsächlich passiert sind. Was und wie wir uns etwas behalten, ist immer von unserer momentanen emotionalen Verfassung abhängig. Dadurch vergessen wir manche Ereignisse, modellieren sie in unserem Gehirn neu oder legen schlicht die falschen Schwerpunkte.

Mithilfe deines Tagebuchs kannst du dein Leben aus der emotionalen Vogelperspektive betrachten.

Damit ist die Gefahr gebannt, dass wir uns durch unser Gedächtnis täuschen lassen. Wir erkennen schließlich, dass das meiste, was geschieht, früher oder später gut für uns ist – auch dann, wenn wir es im ersten Moment nicht gut finden.

Tagebücher machen dich selbstbewusster

Wenn wir schreiben, schaffen wir eine tägliche Routine der Selbstreflexion. Wir entwickeln mehr Achtsamkeit uns selbst gegenüber. So trainieren wir unsere Fähigkeit der Bewusstheit.

Mit einem Tagebuch wirst du dir deiner selbst bewusst.

Es entsteht Selbst-Bewusstsein. Nur dann, wenn ich mich kenne und spüre, kann ich auch ein Gefühl für mich entwickeln. Es entsteht ein Selbst-Wert-Gefühl, was wiederum die Grundvoraussetzung für mehr Selbstvertrauen und Urvertrauen ist. In der Folge erhöht sich unsere Lebensenergie.

Wir beginnen, uns mehr zu akzeptieren und zu mögen. Unsere Toleranzbandbreite und Gelassenheit für uns selbst, für andere und für unser Dasein erweitern sich deutlich – wir finden unseren inneren Frieden.

Tagebücher stärken deine Kreativität und Intuition

Jeder, der schon viele Jahre Tagebuch führt, weiß, dass besonders während des Schreibens immer wieder neue Ideen und Einsichten wie aus dem Nichts auftauchen. Dieses wunderbare Phänomen ist einfach zu erklären.

Der Akt des Schreibens zwingt uns zur Fokussierung auf die Gegenwart. Auch wenn wir über Vergangenes schreiben, so müssen wir uns doch auf das Hier und Jetzt konzentrieren, schließlich befinden wir uns in einem permanenten Prozess der Wortsuche: Was möchte ich sagen? Wie drücke ich mich richtig aus? Wie möchte ich das Ganze in Sätze fassen?

Du trainierst nicht nur deine rhetorischen Fertigkeiten und erweiterst deinen Wortschatz, sondern stärkst auch deine Konzentrationsfähigkeit.

Uns fällt auf, dass unser innerer Kompass erst dann richtig funktioniert, wenn wir zentriert und fokussiert sind. Nach und nach wird uns bewusst, dass alle Lösungen, Einsichten und Ideen für unser Leben schon immer in uns selbst vorhanden waren, nur bemerken wir sie jetzt plötzlich. Wir lernen, dass wir uns darauf verlassen können, dass immer zur rechten Zeit die richtigen Einfälle in unserem Geist auftauchen werden.

Du schaffst Momente der Schönheit und Harmonie

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Oft lassen wir uns durch äußere Umstände durchs Leben hetzen. Wir vergessen innezuhalten und kommen nicht zur Ruhe. Das Tagebuchschreiben bewirkt jedoch gerade das Gegenteil. Es zwingt uns sanft, Pause zu machen. Ist es erst einmal fester Bestandteil unserer Tagesstruktur, werden wir diese Zeit der inneren Einkehr und Harmonie nicht mehr missen wollen.

Jeden Tag schaffen wir damit einen kurzen Zeitraum der Schönheit.

Schöne Augenblicke haben aber auch ein schönes Tagebuch verdient. Daher habe ich beschlossen, die LUCA TAGEBÜCHER herauszubringen. Sie sind grundsätzlich hochwertig gebunden, von mir liebevoll gestaltet und inspirieren mit ihren Lebensweisheiten oder positiven Fragestellungen.

Die Kombination von handschriftlichen Eintragungen und kunstvollen Illustrationen lässt für jeden Lebensabschnitt ein kleines Kunstwerk entstehen. So wird es auch optisch große Freude bereiten, jedes Tagebuch sogar noch nach Jahren wieder in die Hand zu nehmen.

Luca Rohleder, Gründer des NETZWERKs GLÜCKLICHER LEBEN

Quellennachweis: https://www.zeit.de/zett/2016-10/tagebuchschreiben



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